Wie wahrscheinlich die Meisten von euch, bin ich ein absoluter Harry Potter Fan. Es gibt nicht viel, für das ich mich so sehr begeistern kann, wie für Harry Potter und die Welt in der er lebt. Aber warum genau fasziniert Harry Potter mich so sehr? Genau auf diese Frage möchte ich heute eingehen, denn bald (am 24.09.2016) erscheint „Harry Potter und das verwunschene Kind“. Es ist das Skript zum Theaterstück und ich bin schon sehr gespannt auf dieses Buch.

 
Harry Potter Hogwartsbrief

Ich bin mit ihm groß geworden

Als das erste Harry Potter Buch veröffentlicht wurde, war ich gerade mal sechs Jahre alt. Ich hatte mit lesen noch nicht besonders viel am Hut. Aber da war das Buch auch noch gar nicht „angesagt“ bei mir in der Schulklasse. Erst als der dritte Band 1999 erschien wurden meine Mitschüler und ich so langsam aufmerksam auf den Zauberschüler. Der erste Band war schnell verschlungen (zumindest in der Relation, was damals schnell war) und dann musste auch schon der nächste her. Sicherlich Harry war ein paar Jährchen älter als ich, aber trotzdem war er in meiner Altersklasse und mit jedem Jahr wurden wir gemeinsam älter. Ich bin praktisch mit ihm groß geworden. Habe ähnliche Probleme und Sorgen gehabt (zumindest im übertragenen Sinne und in sozialer Hinsicht. – Man hatte schon einiges zu bewältigen.)

Gemeinsamkeiten – fiese Sticheleien

Als ich in der Grundschule und Sekundarschule war, ging es mir nicht viel anders in meiner Klasse als Harry bei den Dursleys. Ich war irgendwie immer das Opfer. Über mich wurde gelacht, ich durfte die unangenehmen Aufgaben übernehmen und wurde natürlich immer zuletzt gewählt bei Spielen im Sportunterricht. Ich konnte ihn also sehr gut verstehen.

 
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Harry ist an seinem Schicksal gewachsen

Er hat mir immer wieder Mut gemacht. Obwohl Harry es absolut nicht leicht hatte in seinem Leben, da er ohne Eltern bei seinem schrecklichen Onkel und seiner furchtbaren Tante, sowie diesem verzogenen Cousin Dudley aufwachsen musste und auch in der Schule nicht immer alle auf seiner Seite waren, hat er es geschafft drüber zu stehen. Er hat es geschafft an die zu denken, die ihn mögen, sich mit Dingen abzulenken auf die er sich freut und sich denen gestellt, die ihm oder seinen Freunden böses wollten. Für mich war richtiger Held. Ich wusste, dass er viel schlimmere Dinge durchgestanden hat als ich und er trotzdem Freunde hat und glücklich sein kann.

Mein erstes Mal Fantasy

Tatsächlich habe ich mit Harry Potter das erste Mal ein Fantasybuch gelesen und habe mir somit ganz neue Welten eröffnet. Zuvor habe ich immer Bücher von Patricia Schröder gelesen, etwas wie „Beste Freundin, Blöde Kuh“. Mädchenromane mit Mädchenproblemen. Mit Harry war auf einmal alles anders und das nicht nur, weil er ein Junge ist. Ich wurde in ein vollkommen neues Universum entführt und konnte mich hineinträumen. Trotzdem gab es auch in dieser wundersam magischen Welt ganz viele Probleme und Themen auf die man auch als junger Mensch in realen Welt trifft.

 
Schulregeln Umbrigde

Teil einer Gemeinschaft

Ich glaube, es ist dieser Punkt, der mich am aller meisten fasziniert. Ganz plötzlich haben alle Harry Potter gelesen und ich war nicht mehr außenvor. Wer es gelesen hat, der gehörte dazu. Wir waren Fans unter sich und haben im Garten Harry Potter gespielt. Plötzlich war alles andere egal, denn irgendwie haben wir eine Gemeinsamkeit gefunden. Die, die es nicht gelesen haben, waren uns egal. Wir hatten unseren Spaß. Und wie ich Spaß hatte. Es war ein bisschen so, als wenn wäre ich auch plötzlich Petunia, Dudley und dem fetten Vernon entkommen. Als wären wir alle plötzlich in Hogwarts aufgenommen wurden. Dieses Gemeinschaftsgefühl hat sich mit jedem folgenden Harry Potter Band verstärkt und die Harry Potter Nächte, die unsere Thalia Filiale zur Veröffentlichung eines neuen Bandes veranstaltet hat, haben sich immer großer Beliebtheit erfreut. Was war das aufregend um Mitternacht in das Einkaufszentrum zu gehen, sich schon die ersten drei Kapitel von dem neuen Buch anzuhören und dann um Punkt Mitternacht das Buch von Oma geschenkt zu bekommen. Das waren absolute Highlights, die ich niemals in meinem Leben vergessen werde. Ich habe natürlich immer sofort angefangen zu lesen. Wer konnte da schon warten? Auf nach Hogwarts!

Eine echte Wohlfühlgeschichte

Nachdem man sieben Bände im Potter Universum verbracht hat, ist man einfach Zuhause. Man kann gar nicht anders als Harry, Ron und Hermine als seine Freunde anzusehen und ich glaube, es war auch das erste Buch in meinem Leben, bei dem ich geweint habe, weil jemand gestorben ist. Ich bin einfach vollkommen drin in der Geschichte. Man kann sich nicht vorstellen, wie gut es tut dorthin zurückzukehren, egal ob im Buch, als Hörbuch oder auch als Film. Sobald ich in Hogwarts bin, ist alles andere irgendwie unwichtig.

 

Whether you come back by page or by the big screen,
Hogwarts will always be there to welcome you home.

– J.K. Rowling –

Patronus Harry Potter
 

Die Harry Potter Lese-Challenge

Vorgestern hat der Carlsen Verlag eine nette E-Mail an Blogger rausgeschickt, dass sie zur Harry Potter Lese-Challenge aufrufen. Alle sieben Büch sollen in neun Wochen bis zum 14.09, kurz vor dem Erscheinungstag des neuen Harry Potter Buchs, gelesen werden. Ich habe mir dieses Jahr vorgenommen das erste Mal ein Buch doppelt zu lesen, nämlich „Harry Potter und der Stein der Weisen“ und daher trifft sich diese Challenge für mich sehr gut. Ich bin schon oft über das Hörbuch oder den Film nach Hogwarts zurückgekehrt, aber es ist eine Neuheit für mich ein Buch doppelt zu lesen. Daher freue ich mich umso mehr darauf. Wahrscheinlich werde ich es nicht schaffen alle Bücher in den neun Wochen zu lesen, aber ich versuche mindestens eins oder zwei zu schaffen und werde mich beim Autofahren weiterhin in das Hörbuch vertiefen.
Alle Daten, Fakten und Informationen zur #harrypotterchallenge findet ihr auf Carlsen.de!

 

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Warum fasziniert euch Harry Potter?
Schreibt es mir in die Kommentare oder verfasst doch ebenfalls einen Post zu diesem Thema und lasst mir euren Link hier. 🙂