Als ich das erste Mal etwas von Harlan Coben gehört habe, war ich mit meiner Ma und meiner Oma an der Ostsee. Wir haben schön zu Abendbrot gegessen und meine Ma sagte: „Der Fitzek hat heute Buchtipps vorgestellt und hat ein Buch sehr gelobt von einem Autor, den ich bisher nicht kenne. „Wer einmal lügt“ soll richtig gut sein.“ Und danach gab es – zumindest für mein Empfinden – einen plötzlichen Harlan Coben Boom. Überall und immer mehr sind seine Bücher zu sehen gewesen und alle wurden in den höchsten Tönen gelobt.
Irgendwie habe ich verpasst auf die Harlan Coben Fanwelle aufzuspringen, dabei bin ich sonst immer so gut darin. (Fitzek, McFadyen, Adler Olsen ..)

Mein erster Harlan Coben ..

..hat mich tatsächlich über Instagram auf sich aufmerksam gemacht. Mit Buchtrailern kriegt man mich ganz oft, vor allem, wenn sie so spannend gemacht sind wie der zu „In ewiger Schuld“. Gesehen, in die Buchhandlung gegangen, reingelesen und mitgenommen. Vielleicht hat mich der Coben-Virus jetzt auch gepackt?

Ich gestehe, ja hat er. „In ewiger Schuld“ ist ein sehr spannender Thriller, den ich kaum aus der Hand legen mochte, auch wenn ich mich nach den ersten siebzig Seiten erstmal beim Freund beschwert habe. Ich finde es schade, wenn im Klappentext so viel verraten wird, dass die ersten siebzig Seiten praktisch für die Katz sind. Zum Freund habe ich gesagt, dass ich für die Buchhandlung am liebsten eine Banderole schreiben würde im Stil von „Lesen Sie nicht dem Klappentext, nehmen Sie es einfach mit!“.

Davon abgesehen, konnte mich das Buch absolut überzeugen. Nicht nur die verwobenen Verstrickungen im Verlauf des Buches haben mich begeistert, weil ich nicht voraussagen konnte, was am Ende geschehen wird, auch die Protagonistin konnte mich für sich gewinnen. Die knallharte Ex-Soldatin, die nichts dem Zufall überlässt und trotzdem eine liebevoll gegenüber ihr näherstehenden Personen ist, ein Mix, der für mich richtig gut funktioniert hat. Harlan Coben hat einen Schreibstil, bei dem man einfach so durch die Zeilen fliegt, ohne zu merken, wie die Zeit vergeht und ehe man sich versieht, hat man das Buch schon ausgelesen. Vielleicht mit einem Tränchen im Auge, vielleicht mit stolz geschwellter Brust, vielleicht auch mit Rachegelüsten? Bei mir war es vermutlich ein bisschen von allem.

Seid ihr auch auf den Harlan Coben Fanzug aufgesprungen?
Welches Buch von ihm könnt ihr mir empfehlen? Denn „In ewiger Schuld“ war sicher nicht mein letzter Coben.


Bibliografie & Inhalt

Goldmann | 416 Seiten | erschienen: 08/2017 | 978-3-442-20519-6 | Fool me once
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Eine weitere Meinung zum Buch findet ihr hier: Tintenhain