Endlich Herbst

Endlich Herbst.

Endlich Herbst, also zumindest fast. Ich liebe diese Jahreszeit. Den Übergang zwischen der alles lahmlegenden Hitze und der ebenso lahmlegenden Kälte. Ich liebe die kalten schmuddeligen Regentage, an denen ich mit gutem Gewissen zu Hause bleiben, Tee trinken und lesen kann.
Genauso wie die Tage, die von der Herbstsonne erfüllt werden und man beim Spazieren gehen raschelnd das Herbstlaub vor sich her schiebt. Jedes Jahr wieder freue ich mich auf den Herbst.

Zumindest auf den Herbst, den ich mir in meiner Vorstellung immer so romantisch ausmale. Wie sieht das Ganze denn in der Realität aus?

Die Tage werden plötzlich gefühlt um drei Stunden verkürzt. Es sind auf einen Schlag zehn Grad Celsius weniger und das Anziehen dauert wieder um einiges länger. Die ersten Tage ist das auch noch wirklich super. Genau darauf habe ich doch gewartet. Doch nach spätestens einer Woche ist die Romantik verflogen.

Das tägliche Grau drückt auf die Stimmung und da hilft auch der Gedanke an den hundertsten Kakao nicht, den man spätestens im nächsten Frühjahr bereuen wird. Die Gedanken werden mindestens genauso trüb wie der Himmel, das morgendliche Aufstehen wird zum Kampf und der Alltag schwer wie Blei.

Aber was kann man dagegen tun?
Sicher, gegen das Wetter können wir herzlich wenig tun. Wir können jedoch etwas dafür tun, dass es uns trotz dieser misslichen Lage etwas besser geht. Daher folgen jetzt ein paar Helfer im Kampf gegen die schwermütige Laune und ich wette die meisten kennt ihr sogar schon.

Die Sonnenstunden nutzen


Ich weiß, das klingt ziemlich banal, aber es tut uns gut. Wenn in der immer dunkler werdenden Jahreszeit die Sonne scheint, dann sollten wir sie für unser Wohlbefinden nutzen. Raus gehen, auf den Balkon setzen oder zumindest das Fenster öffnen, um die Sonne an unsere Haut zu lassen. Warum das wichtig ist? Das könnt Ihr auf pflichtlektüre nachlesen. Und wer den Text bis ganz zum Schluss gelesen hat, nimmt sich vielleicht lieber zusätzlich den zweiten Helfer zu Herzen, als nach der Schokolade zu greifen.


Gesunde Ernährung


Vermutlich können es die Meisten schon nicht mehr hören. Am Thema gesunde Ernährung kommt man heutzutage ja nicht mehr vorbei. Aber es stimmt. Ernähren wir uns gesund und ausgewogen, geht es uns deutlich besser. Ich habe selber die Erfahrung gemacht, dass es mir hilft, auch wenn es am Anfang eine große Umstellung ist. Ich denke, ich muss euch nicht erzählen, was gesunde Ernährung ist, aber wer mehr zu dem Thema lesen möchte, warum es uns mit frischem Gemüse und Vollkornprodukten besser geht als mit Weißmehl und Süßigkeiten, sollte sich mal diesen interessanten Artikel der Zeit ansehen.

Mehr Bewegung


Sport ist Mord. Diesen Ausspruch kennt sicherlich jeder. Und klar kann ich es vollkommen verstehen, dass nicht jeder sich gerne sportlich betätigt, wenn mir vor zwei Jahren jemand erzählt hätte, dass ich mal freiwillig ins Fitnessstudio gehen würde, hätte ich vermutlich lauthals gelacht. Wir wissen doch alle, dass Bewegung unserem Körper gut tut und dafür muss nicht gleich eine Anmeldung im Fitnessstudio folgen, in das wir dann sowieso nicht gehen. Einmal die Woche schwimmen oder mal eine Stunde draußen spazieren (wenn es das Wetter zulässt – vielleicht wenn die Sonne sich zeigt?) oder was ich für mich entdeckt habe einfach Hulahoop machen während man die nächste Serie auf Netflix suchtet. Vielleicht entwickelt sich sogar sowas wie ein neues Hobby? Das wäre grandios im Bezug auf den nächsten Helfer.


Tu was dich glücklich macht.


Das kommt jetzt überraschend, vermute ich, denn die bisherigen Helfer gegen die schlechte Laune sind wohl für die Meisten von uns eher mit Überwindung und Arbeit verbunden. Es ist bewiesen, dass diese Dinge unseren Körper und unseren Geist gesund halten, aber wenn wir uns dabei schlichtweg nur quälen, dann bringt es uns vorhersehbar wenig gute Laune. Daher sollte man es sich natürlich an verregneten Herbst und Winterabenden sehr wohl gemütlich machen mit einer Tasse heißer Schokolade und einem guten Buch (oder Film?). Nur sollte man diese Momente dann auch voll auskosten – noch so ein Thema an dem man nicht vorbei kommt: Achtsamkeit. Alles was uns gut tut, sollten wir nicht einfach nur nebenbei machen. Wir sollten es am besten zelebrieren. Das versuche ich auch seit einiger Zeit und es liegt mir mittlerweile schon ziemlich gut. 


Endlich Herbst

Die wichtigen Menschen in deinem Leben


Vollkommen gleich, ob es der Partner, die Mama, die beste Freundin/der beste Freund oder ein/e Arbeitskollege(in) ist. Wenn man jemanden hat, an den man sich wenden kann, wenn die Laune in den Keller sinkt, dann ist das das Beste was einem passieren kann. Selbst wenn diese Person viele viele Kilometer weit weg ist. Manchmal hilft es schon per FaceTime, WhatsApp oder Skype ein liebes Gesicht auf dem Bildschirm zu sehen. Noch schöner sind Verabredungen und Zusammenkünfte. Wenn man alleine ist, gerät man schneller in Versuchung sich hängen zu lassen und das dunkle Wetter schafft trübe Gedanken in unseren Köpfen. Übrigens, der beste Helfer, um vor die Haustür zu kommen, ist ein Hund.

Ich hatte es schon angekündigt, alles nicht wirklich neu, oder? Und trotzdem passiert es mir immer wieder, dass das Regenwetter mich runterzieht und nicht mehr so schnell aus seinen Fängen entlässt. Wenn es diesen Herbst wieder dazu kommen sollte, versuche ich mich an das zu erinnern, was ich hier geschrieben habe. Falls das auch nicht hilft, kann ich immer noch so etwas wie Lachyoga ausprobieren oder mir zwei Minuten lang sagen: „Ich bin so glücklich.“ Soll angeblich helfen. Wenn alle Stricke reißen, werde ich es testen.

Wie geht ihr mit dunkler werdenden Jahreszeit um?

6 Kommentare

  1. Danke für die Tipps! Ich merke in den letzten Tagen auch schon, wie meine Stimmung langsam sinkt, einfach weil es dunkler und trüber ist. Schon morgens bin ich viel unmotivierter, wenn es noch nicht richtig hell ist, wenn ich aufstehe und ich hasse das. Deshalb wollte ich den Sommer nutzen, um an ein paar Dingen zu arbeiten, allen voran Bewegung. Ich weiß, dass es mir damit besser geht und es fällt mir leichter, es auch umzusetzen, wenn ich es zur Gewohnheit gemacht habe, solange es noch hell und freundlich draußen ist.
    Liebe Grüße!

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    1. Hallo Jacquy,
      Ich kann dich so gut verstehen. Mir geht es genauso. Ich bin froh, dass ich ein Fitnessstudio habe, das rund um die Uhr geöffnet hat. Manchmal schaffe ich es erst spätabends mich aufzuraffen und zum Sport zu gehen. Normalerweise habe ich es allerdings für die frühen Morgenstunden geplant, um gleich gut durch den Tag zu kommen. Ich drück die Daumen, dass du deine Gewohnheit weiterhin durchziehen kannst.

      Liebe Grüße.

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  2. Hallo Lotta,

    ich wollte nur mal eben sagen, dass mir dein Blog gefehlt hat <3
    Jetzt les ich schon eine ganze Weile mit und war echt geknickt, dass so lange nichts mehr von dir kam.

    Also, willkommen zurück! =)

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    1. Hallo Anni,
      Es freut mich, dass du wieder bei mir mitließt. Ich habe ehrlich gesagt gar nicht damit gerechnet, dass nochmal jemand auf diesen Link geht. Umso mehr freut es mich eigentlich. Ich hoffe, dass dir, auch wenn ich nicht nur über Bücher schreibe (aber auch) meine Themen zusagen werden.

      Liebe Grüße,
      Lotta

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    1. Liebe Steffi,
      ich freue mich sehr, dass ich es dich wieder auf meinen Blog verschlagen hat.
      Ich werde den Blog auf jeden Fall weiter führen, allerdings ohne Stress oder Zwang. Ich schreibe nur, wenn ich gerade Lust dazu habe. Etwas habe worüber ich schreiben möchte. Ich denke, dann kann das auch funktionieren. 😉
      Auf jeden Fall vielen vielen Dank für dein Kommentar. Das bedeutet mir viel!

      Liebe Grüße,
      Lotta

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