Wir kennen dieses Thema mittlerweile. Der ewige Streit zwischen dem gedruckten Buch und der Printausgabe. Immer wieder gibt es Leser, die den E-Reader verteufeln und auf das gedruckte Buch bestehen. Ich kann verstehen, dass manch einer keinen E-Reader nutzen möchte, aber ihn schlecht zu machen? Das muss nun wirklich nicht sein. Heute möchte ich euch von meiner Liebe zum elektronischen Lesen berichten. Wie ich dazu gekommen bin, was mich daran fasziniert, welche Geräte ich nutze und vielleicht auch wo E-Reader an ihre Grenzen geraten.

 
Der E-Reader und ich

Wie entstand meine Liebe zum elektronischen Lesen?

Ich kann die Leute verstehen, die sich gegen E-Reader versperren, weil ich doch selbst mal einer von ihnen war. Ich habe immer gesagt, dass ich das total blöd finde und überhaupt, wie würde das denn aussehen, wenn man da so ein Ding in der Hand hält. Das wäre doch nicht das gleiche, wenn man kein Seitenrascheln hat und auch der Geruch eines neuen Buches fehlt. Stimmt schon es ist nicht das Gleiche. Das ist auch gut so.
 
Als ich meinen ersten E-Reader gekauft habe, das war damals der Tolino Shine, falls sich noch jemand an die Anfangszeiten von diesem Blog erinnert. Ich habe eine ganze Stunde im Thalia verbracht und bin immer und immer wieder um das Gerät herumgeschlichen. Will ich das wirklich? Nutze ich das auch? Ich glaube, das war dabei meine größte Angst, dass ich hundert Euro ausgebe und das Ding dann nicht nutze.
 
Mir hätte klar sein müssen, dass ich mich darum nicht sorgen brauch, denn neue Elektronik hat auf mich schon immer einen ganz besonderen Reiz ausgeübt. Ich habe mich letztendlich hauptsächlich wegen dem Blog für einen E-Reader entschieden. Ich wollte etwas Neues ausprobieren und wusste, dass ich nicht unendlich Bücher horten kann. So kam es, dass ich mich in das elektronische Lesen verliebte, denn einmal angefangen, konnte ich nicht wieder aufhören.

Welche E-Reader nutze ich?

Momentan besitze ich vier E-Reader. Wahrscheinlich fragt ihr euch, wozu man vier davon benötigt. Ich kann euch beruhigen, denn man braucht es wirklich nicht. Ich bin ein wahrer Narr was das elektronische Lesen angeht und bin daher auch sehr neugierig im Bezug auf neue Modelle und andere Anbieter. Natürlich würde ich mich in finanzielle Schwierigkeiten stürzen, wenn ich immer alle E-Reader käuflich erwerben würde, daher bin ich froh, dass ich durch die Zusammenarbeit mit Thalia die neusten Tolino Geräte zur Verfügung gestellt bekomme. Den Kobo Glo HD habe ich mir selbst gekauft, weil ich unbedingt mal einen anderen Anbieter ausprobieren wollte und Amazon für mich schlicht nicht in Frage kommt.

 
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Jeder Reader, den ich momentan in Benutzung habe, hat seine ganz speziellen Vor- und Nachteile, die ich euch hier ganz grob einmal vorstellen möchte. Ich nutze momentan drei verschiedene Lesegeräte, den vierten hat eine Freundin von mir ausgeliehen.

 

Der Shine 2HD ist so das Basis E-Reader Produkt. Er liegt gut in der Hand, ist leicht zu bedienen und bietet alles, was man von einem guten Lesegerät erwartet: Licht, eine lange Akkulaufzeit und dass die Software reibungslos funktioniert. Ich bin der Meinung, der Shine 2HD ist optimal für den Ottonormalleser. Bisher hatte ich noch kein einziges Mal Schwierigkeiten mit dem Gerät.

 

Zuletzt ist bei der Tolino Page herausgekommen und dieses Gerät hat absolute Pluspunkte. Ich gebe zu, dass ich am Anfang ziemlich skeptisch war, was das Gerät angeht, aber es ist eine echt Bereicherung für mich. Mit dem Tolino Page ist für mich ein richtiger Schludertolino auf den Markt gekommen. Den kann ich einfach immer mitschleppen, ich brauche mir keine Gedanken machen, dass er verkratzt, wenn er mal ohne Hülle in die Tasche fliegt und er ist sogar noch leichter als die bisherigen Tolino Geräte. Dass das Gerät kein Licht hat, ist fatal und nicht besonders funktional, aber für meine Zwecke reicht er vollkommen aus. Ein ausführlicher Testbericht zum Tolino Page wird zeitnah folgen.

 

Und zu guter Letzt, der Kobo Glo HD, der mich durch seine wunderbaren Zusatzfunktionen gelockt hat. Bei dem Kobo wird zum Beispiel gemessen, wie lange ich für ein bestimmtes Buch brauche um es zu lesen und wie lang die Sitzungen waren, die ich gelesen habe. Ich liebe solche Spielereien. Außerdem lässt sich beim Kobo Glo HD das Licht noch grandioser und leichter regulieren als bei den Tolino Geräte. Ich empfinde es als absolutes Manko, dass die Markieren Funktion nur sehr schwerfällig funktioniert. Manchmal markiert das Gerät gar nicht das was ich möchte und manchmal einfach viel zu viel. Wenn man es dann geschafft hat, kriegt man die Zitat nicht einfach so aus dem E-Reader auf den Computer. Nun ja. Aber auch zu diesem Gerät wird es noch einmal einen ausführlichen Beitrag geben.

 
E-Reader Tolino Shine 2HD
 

Wenn ich mich für einen Favoriten entscheiden müsste, würde ich wahrscheinlich den Shine 2 HD wählen, weil es mir bei ihm bisher an nichts gefehlt hat. Ich bin einfach rundum zufrieden mit diesem Reader. Und trotzdem nutze ich auch die anderen. Ich glaube, das hat etwas damit zu tun, dass man äußerlich sonst immer nur das Gleiche anstarrt und das geht mir irgendwann auch auf die Nerven. 😀

Warum E-Reader mich faszinieren..

Eigentlich ist es ganz einfach. Ich denke, man kennt die üblichen Argumente dafür durchaus schon zur Genüge. Die meisten E-Reader haben Licht, sie sind leicht und man kann seine ganze Bibliothek immer bei sich tragen. Wahrscheinlich brauche ich dazu nicht all zu viel erklären. Aber E-Reader haben für mich, vor allem als Blogger, immer mehr an Bedeutung gewonnen.

 

Mir wird durch das elektronische Lesen meine Blogarbeit unheimlich vereinfacht. Zum Beispiel muss ich nicht immer an die Post It’s denken, wenn ich mir eine Stelle markieren möchte, und kann gleich ein Kommentar dazu schreiben. Man kann die Zitate ganz einfach auf den Computer ziehen und vermeidet somit Tippfehler in der Rezension. Die Übermittlung von Rezensions- bzw. Leseexemplaren geht schnell und unkompliziert. Ich muss nicht warten bis die Post kommt, sondern bekomme das E-Book oftmals innerhalb einer Stunde in mein E-Mail Postfach. Faszinierend und so einfach. Mit E-Readern/E-Books gelingt mir eine simple und schnelle Suchtbefriedigung. Kann es besser sein? Und sind wir mal ehrlich, wenn ich alles, was ich bisher gelesen habe, als Printausgabe hätte, würde ich vermutlich langsam aber sicher in Büchern ersticken. 😀

 

Noch dazu kommt, dass ich den Reader auch privat praktisch finde außerhalb der üblichen Vorteile, denn durch die Tolino Cloud kann ich meiner Mama und meiner Oma, die beide in Magdeburg wohnen, direkt E-Books zukommen lassen. Habe ich sie auf meinem Gerät, haben sie diese automatisch ebenfalls. Wunderwerk der Technik, denn das viele Büchertaschen hin und herschleppen hat endlich ein Ende, seitdem wir alle einen Tolino haben.

 
Der Ereader und ich

Muss es manchmal trotzdem ein gedrucktes Buch sein?

Grundsätzlich wurde ich diese Aussage verneinen, weil es mir ganz oft so geht, dass ich mir vornehme ein Printexemplar zu lesen und ich dann spätestens nach einem Drittel des Buches genervt davon bin, dass das Buch unhandlich ist und ich zum Licht liegen muss und alles irgendwie nicht so passt, wie ich das gerne hätte. Man könnte sagen, dass ich ein wenig E-Reader verwöhnt bin, was sicherlich auch stimmt.

 

Aber ich gebe zu, dass es durchaus Situationen gibt, in denen ich gerne ein gedrucktes Buch lese. Zwei aktuelle Beispiele habe ich gerade dafür. Vor kurzem hat mich das Manuskript von Melanie Rabbes neuem Buch „Die Wahrheit“ erreicht. Ich habe sofort begonnen es zu lesen (und war übrigens hin und weg). Warum ich das Manuskript gerne gelesen habe? Ganz einfach. Als aller Erstes ist es verdammt cool, wenn man im Zug sitzt und ein Manuskript auf den Tisch legt. Ganz egal ob die anderen etwas damit anfangen können oder nicht. Ich fühle mich verdammt wichtig. 😀 Noch dazu kommt, mit einem Manuskript muss man nicht so vorsichtig sein, wie mit einem gedruckten Buch. Und der letzte und sehr wichtige Punkt ist, dass digitale Manuskripte als pdf. Dateien rausgegeben werden und die sind momentan noch eher der Feind der E-Reader. Angenehmes Lesen ist da etwas Anderes. Daher lese ich digitale Manuskripte auf dem Tablet und das mag ich noch weniger als ein Printexemplar zu lesen. ^^

 

Der zweite Fall sind Kinder- und Jugendbücher, die viele und aufwendige Bilder enthalten. Ja, ich habe „Miles und Niles“ auf dem E-Reader gelesen, aber momentan lese ich „Warren der Dreizehnte“ mit sehr schönen und auch farbigen Bildern, die man meiner Meinung nach gar nicht auf eine E-Reader so schön darstellen könnte. Generell haben Kinderbücher es mir momentan angetan. Bilderbücher sind der Renner und ein riesengroßes Argument für das gedruckte Wort und Buch.

Wie steht ihr zu E-Readern?
Habt ihr Fragen zu diesem Thema? Dann immer her damit!

Dieser Beitrag erscheint in der Beitragsreihe „Drüber Nachgedacht“, die ich gemeinsam mit Nelly und Tati ins Leben gerufen habe. Die Beiträge von Tati und Nelly zu Der E-Reader und ich findet ihr auf Buecherquatsch.de und NellysLeseecke.de!
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